Hortus conclusus

HORTUS CONCLUSUS


ENDGÜLTIGES VERZEICHNIS MEINER VOLLSTÄNDIGEN LEHRE


Dem nur auf seine gehirnlich bedingte Beobachtung und seine gedanklichen Schlüsse angewiesenen Menschen dieser Erde bleibt fast alles, was an ihm „ewig” ist — also keiner wie immer vorgestellten Beendigung oder Auflösung anheimfallen kann — wahrhaftig ein „Hortus conclusus”: — ein Umschlossener Garten! Das Vorhandensein eines solchen, den physischen Sinnen wie allem Denken unzugänglichen Bereiches wird zwar zuweilen geahnt, zuweilen gefühlt, und innerhalb großer Menschengruppen geglaubt, aber der Ahnende, Erfühlende, oder Glaubende bleibt außerhalb der Mauer, die den ihm verschlossenen Garten des Bewußtseins eigener Ewigkeit: — das „verlorene Paradies” — von den Gebieten erdenhafter Erkenntnismöglichkeiten abgrenzt. Von Einzelnen, die sich mit allem, was sie ahnen, erfühlen und glauben, noch nicht zufriedengestellt sehen, wird die trennende unübersteigbare Mauer unermüdlich umwandert und abgetastet, um vielleicht doch eine verborgene Lücke zu finden, die man erweitern und durch die man sich dann hindurchzwängen könnte. Die glücklichsten unter diesen Suchern gelangen zu ihrer eigenen Überraschung wirklich an die einzige und nur schwer findbare enge Pforte, die den Zugang zu dem „Umschlossenen Garten” bilden könnte, wenn man sie nur zu öffnen wüßte. Statt aber geduldig und vertrauend zu warten, ob nicht etwa von innen her eines Tages geöffnet werde, suchen fast alle, die das Glück hatten, diese Pforte zu entdecken, bei schlauen Schlossern die wunderlichsten Nachschlüssel aufzutreiben und vertun ihre irdische Lebenszeit mit immer neuen und immer wieder erfolglosen Versuchen, das nur vom Innern des „Umschlossenen Gartens” her zu öffnende Schloß von außen aufzubrechen. Vergebliche Mühe und verhängnisvolle Selbsttäuschung!
Nur einer, der selbst des Ewigen bewußt, in dem aller irdischen Zudringlichkeit unerbittlich verschlossenen Garten aus eigener Geistnatur heimisch ist, vermag die geheimnisvolle Pforte von innen her zu öffnen, die jedoch, auch wenn sie so geöffnet wurde, keinen einläßt, der nicht (alle Belastung mit den Ergebnissen gedanklicher Spekulation, und alle Verkleidung in die er sich bisher gehüllt hatte, von sich wirft, um nackt und bloß, wie er aus seiner Mutter Leibe hervorging, einzutreten. 

Meine ganze Lebensarbeit ist ein von innen her erfolgendes, immer wieder erneutes Öffnen der Pforte, von der aus ich dann auf mannigfachen Wegen, alle, die nichts anderes mit sich nehmen wollen, als was an ihnen ewigem Leben zugehört, zu den von mir auferbauten Lehrtempeln und von mir gesetzten, mit Worten ewig gültiger Lehre beschrifteten Bildsäulen führe.
Jede Belehrung, die von mir meinen Mitmenschen gegeben wurde, ist umschlossen von der Mauer dieses „Hortus conclusus”, so daß ich mit Fug und Recht mein gesamtes Lehrwerk unter diesem, mich selbst mit ihm zusammenfassenden Namen hinterlassen kann, der mir aus guten Gründen angemessen erscheint, um das hier vorliegende Abschlußwerk symbolisch zu bezeichnen. Auch dieses Buch macht Antworten, die im Laufe der Jahrzehnte Einzelnen privatim durch mich zuteil wurden, nun Vielen zugänglich, und soll ebenso wie das Buch der „Briefe an Einen und Viele” den meinen Lehren Zugeführten und Vertrauenden die Augen dafür öffnen, daß die Bücher- und Schriftenreihe, in der zu finden ist, was ich aus dem Ewigen her zu geben habe, als ein Ganzes betrachtet werden muß, das im Ewigen gründet und nur zugänglich werden kann, wenn die Bedingungen erfüllt werden, die das Ewige fordert. Ich habe oft genug von diesen Bedingungen gesprochen und sie in den hier vorangehenden Zeilen aufs neue charakterisiert.

(Aus: Hortus Conclusus, PDF Seite 4,5,6,7,8)


Hortus Conclusus


DAS BUCH DER KÖNIGLICHEN KUNST
Das Licht vom Himaval und die Worte der Meister. 
Der Leuchtende dem Suchenden. 
Die Ernte. 
Das unendlichfältige Eine. 
Erkenne Dich selbst. 
Von den geistigen Meistern. 
Die Gefahr der Eitelkeit. 
Aus dem Lande der Leuchtenden. 
Die Schwelle. 
Die Frage des Königs. 
Die Wanderung. 
Osternacht. 
Vereinung. 
Der Wille zur Freude. 
Allen, die zum Lichte streben. 
Die Lehre. 
Ausklang. 
 


DAS BUCH VOM LEBENDIGEN GOTT
Die Hütte Gottes bei den Menschen. 
Die „Weiße Loge”. 
Übersinnliche Erfahrung. 
Der Weg. 
En söph. 
Vom Suchen nach Gott. 
Von Tat und Wirken. 
Von Heiligkeit und Sünde. 
Die okkulte Welt. 
Der verborgene Tempel. 
Karma. 
Krieg und Frieden.
Die Einheit der Religionen. 
Der Wille zum Licht. 
Die hohen Kräfte des Erkennens. 
Vom Tode. 
Vom Geiste. 
Der Pfad der Vollendung. 
Vom ewigen Leben. 
Im Osten wohnt das Licht.
Glaube, Talisman und Götterbild. 
Die Magie des Wortes. 
Ein Ruf aus Himavat. 
Eucharistie.


DAS BUCH VOM JENSEITS 
Einleitung. 
Die Kunst zu sterben. 
Vom „Tempel der Ewigkeit” und der Welt des Geistes. 
Das einzig Wirkliche. 
Was ist zu tun? 

4
DAS BUCH VOM MENSCHEN 
Einführung. 
Das Mysterium: „Mann und Weib”. 
Der Weg des Weibes. 
Der Weg des Mannes. 
Ehe. 
Das Kind. 
Die neue Menschheit.
Ausklang.
Letzte Lehre. 

5
DAS BUCH VOM GLÜCK 
Die Pflicht glücklich zu sein 
„Ich” und „Du”. 
Liebe. 
Reichtum und Armut. 
Das Geld. 
Optimismus. 

6
DER WEG ZU GOTT 
Wahn und Glaube. 
Gewisses Wissen. 
Traum der Seelen. 
Wahrheit und Wirklichkeit. 
Ja und Nein. 
Der große Kampf.
Die Vollendung.

7
DAS BUCH DER LIEBE
Der größte Liebende. 
Vom Urfeuer der Liebe. 
Erlösungslicht.
Die Schöpferkraft der Liebe. 

8
DAS BUCH DES TROSTES 
Von Leid und Leidestrost. 
Von des Leides Lehre. 
Von allerlei Torheit. 
Von der Trostkraft der Arbeit.
Vom Tröste der Trauernden. 

9
DAS BUCH DER GESPRÄCHE 
Bekenntnis. 
Wissen und Geschehen. 
Licht und Schatten. 
Die Macht des Geistes. 
Das Kleinod des Herzens. 
Überkehr. 
Das Gespräch vom innersten Osten. 
Das Gespräch vom Scheiden des Vollendeten. 
Der Blumengarten.
Die schlechten Schüler.
Die Nacht der Prüfung. 
Individualität und Persönlichkeit.
Das Reich der Seele. 
Das Finden seiner selbst. 
Von den älteren Brüdern der Menschheit. 
Magie. 

10
DAS GEHEIMNIS 
Beginn.
Das Gespräch am Strande. 
Santo Spirito.
Südliche Nacht.
Die Fclseninsel. 
Die Fahrt auf dem Meere. 

11
DIE WEISHEIT DES JOHANNES 
Das Bild des Meisters. 
Des Leuchtenden Erdenweg.
Der Ausklang. 
Die Sendschrift. 
Die reine Lehre.
Der Paraklet. 

12
WEGWEISER 
Verheißung. 
Erscheinung und Erlebnis. 
Erkenntnis und Lehre.
Lesen lernen! 
Briefe. 
Personenkult. 
Kritiktrieb. 
Wer war Jakob Böhme? 
Die Macht der Krankenheilung. 
Gefahren der Mystik.
Zweiundzwanzig Lehrgedichte.

13
DAS GESPENST DER FREIHEIT 
Fatamorgana. 
Notwendigkeit. 
Gemeinsamkeit.
Autorität. 
Parteisucht.
Fehlwirtschaft. 
Konkurrenz. 
Schlagwortwahn. 
Selbstdarstcllung. 
Religion. 
Wissenschaft. 
Wirklichkeitsbewußtsein. 

14
DER WEG MEINER SCHÜLER 
Wer mir als Schüler gilt. 
Notwendige Unterscheidung. 
Unnötige Selbstquälerei. 
Unvermeidliche Schwierigkeiten. 
Dynamischer Glaube. 
Das ärgste Hindernis. 
Der Schüler und seine Gefährten. 
Innenleben und Außenwelt. 
Wie meine Bücher gebraucht werden wollen. 

15
DAS MYSTERIUM VON GOLGATHA 
Das Mysterium von Golgatha. 
Der furchtbarste unserer Feinde.
Liebe und Haß. 
Seelisches Wachstum. 
Geistige Führung. 
Okkultistische Übungen. 
Mediumismus und künstlerisches Schaffen.
An der Quelle des Lebens. 
Unmöglichkeit einer „Aufnahme” in die „weiße Loge”. Törichte Erfindungen. 

16
KULTMAGIE UND MYTHOS 
Das Werk des Menschen. 
Mythos und Wirklichkeit. 
Mythos und Kult.
Kult als Magie. 
Magie und Erkenntnis. 
Das innere Licht. 

17
DER SINN DES DASEINS 
Zuruf. 
Die Sünde der Väter. 
Das höchste Gut. 
Der „böse” Mensch. 
Bekundung der Lichtwelt. 
Bedeutung des Schweigens.
Wahrheit und Wahrheiten. 

18
MEHR LICHT 
Denen, die des Schlafens müde wurden. 
Die Baumeister am Dome der Menschheit. 
Theosophie und Pseudotheosophie.
Von den drei Stufen. 
Was es zu fassen gilt! 
Das Mysterium der künstlerischen Ausdrucksform. 
Westöstliche Magie. 
Das Licht des Geistes im Christentum. 
Das Geheimnis der alten Dombauhülten. 
Vom rechten Gottesdienst. 

19
DAS HOHE ZIEL 
Der Ruf des Geistes. 
Die zwei Wege. 
Vom Suchen und Finden.
Vom ewigen Lichte. 
Von des Lichtes Farben. 
Vom hohen Ziele.
Von den Wegen der Alten. 
Vom Segen der Arbeit.
Von der Macht der Liebe. 
Der Meister von Nazareth. 

20
AUFERSTEHUNG 
Auferstehung. 
Das Wissen der Weisen. 
Gesetz und Zufall. 
Vergebliche Mühe. 
Okkultistischer Karneval.
Innere Stimmen. 
Magie der Furcht. 
Grenzen der Allmacht. 
Das neue Leben. 
Festesfreude. 
Wert des Lachens. 
Selbstüberwindung. 
Vollendung. 

21
WELTEN 
Vorwort
Die Führung.
Die Rückkehr.
Die Gesichte. 
Ausklang.

FOLGE DER BILDER
Emanation
«In principio erat Verbum»
«Lux in tenebris»
«Te Deum laudamus»
Raum und Zeit
Urzeugung
Weltenkeime
Werdende Welten
Geburt des Kosmos
Labyrinth
Drang zur Gestaltung
Astrallicht
Sodom
Inferno
«De profundis»
Offenbarung
Erleuchtung
Erfüllung
Sieg
Himavat 

22
PSALMEN 
Inferno. 
Erlösung. 
Erkenntnis. 
Verheißung. 
Befreiung.
Erfüllung. 

23
DIE EHE 
Von der Ehe hehrer Heiligkeit. 
Von der Liebe. 
Von der Gemeinsamkeit. 
Von Leid und Freude. 
Von Ver suchung und Gefahr.
Vom Zwang des Alltags. 
Vom Willen zur Einigkeit. 
Von der Vererbung des Glücks.
Von ewiger Verbundenheit. 

24
DAS GEBET 
Das Mysterium des Betens. 
Suchet, so werdet ihr finden. 
Bittet, so werdet ihr empfangen. 
Klopfet an, so wird euch aufgetan.
Geistige Erneuerung. 
So sollt ihr beten. 

25
GEIST UND FORM 
Die Frage. 
Außen und Innen. 
Wohnstatt und Werk. 
Die Form der Freude.
Des Leides Form. 
Die Kunst des Lebens. 

26
FUNKEN
MANTRA-PRAXIS
 

27
WORTE DES LEBENS
Anruf. 
Ich. 
Einkehr. 
Liebe. 
Tat.
Kampf. 
Friede. 
Kraft. 
Leben.
Licht. 
Vertrauen. 
Erleuchtung. 
Gelöbnis.

28
ÜBER DEM ALLTAG
Vierunddreißig Gedichte, Sprüche und Lehrgedichte. 
Erster Teil.

29
EWIGE WIRKLICHKEIT
Siebenundzwanzig Lehrgedichte in rhythmischer Fügung.
Zweiter Teil.

30
LEBEN IM LICHT
Zweiunddreißig Lehrgedichte. 
Dritter Teil.

31
BRIEFE AN EINEN UND VIELE
Dreißig Kapitel in Briefform 
mit achtzehn Gedichten.

32
HORTUS CONCLUSUS
Gespräch an der Pforte
Von der Einfachheit in allem Ewigen
Vom Wechsel des Standortes und von den „Stufen”
Über Bewußtseinslagen und Leidhilfe
Vom Bewußtsein der Abgeschiedenen
Vom hohen Einsatz des Helfenden
Vom Spottbild des ewigen „Ich”
Nochmals über Wahrheit und Wirklichkeit
Von zeitlichem und ewigem Raum
Von asiatischem Religionsgut
Vom Mysterium des Morgenlandes
Über die Religionsformen
Über Zustimmung und Glaube
Von irrtümlichen Gottesbildern
Vom Sinn aller Belehrung
Wo ich nur Überbringer bin
Wem ich nichts zu sagen habe
Vom ewigen Seelenheil
Von der verzögernden Fragelust
Von zeitlicher und ewiger Seele
Was nach dem Tode bleibt
Von einem Namen und einem Notbehelf
Was man selber folgern sollte
Von arger Unterschätzung
Über die Zwangslage der Seelsorgerschaft
Wie Ewiges sich selbst „natürlich” ist
Zum Abschluß und Abschied

Massagno, summer 1936
BÔ YIN RÂ
www.Bô-YIN-Râ.de