Ich

WORTE DES LEBENS

Anruf.
Ich.
Einkehr.
Liebe.
Tat.
Kampf.
Friede.
Kraft.
Leben.
Licht.
Vertrauen.
Erleuchtung.
Gelöbnis.


Ich

 

allen Atomen deines Körpers leuchte Ich!
…Dieser Körper aus festem und halbfestem Stoffe ist mir wie eine alabasterne Lampe, in der ich, das Licht, alles durchleuchte. – –
Mich hält er nicht!
Mich kann nichts halten!
Alles ausser mir ist mir Bild, und ich bin Licht allem Gebilde das ich durchleuchte! – – – – – –
Ich bin fluidische Kraft und doch über allen fluidischen Kräften! – –
Ich klinge in allen Lauten, Harfen und Flöten des unendlichen Raumes! –
Ich bin der Meister unendlicher Symphonien, von denen die Sphären der Ewigkeit widerhallen!
Wer mich erkennen und aus der Kraft des Lichtes in mir leben will in Ewigkeit, der muss zu einem meiner Instrumente werden…
Im leuchtenden Tone einer meiner Symphonien muss er ewigen Sphären erklingen. – –
Ich binde die Klänge und ich löse sie auf nach meinem eigenen Gesetz, das mir von Ewigkeit her innewohnt.
Ich habe als Meister meiner Symphonien gute Spielleute unter mir.
Sie alle gehorchen meinem Winke, und keiner wird jemals meinen Instrumenten falsche Töne entlocken…
Ich selbst gebe nur die Zeichen.
Meine Spielleute aber bringen die Instrumente alsdann zum Tönen, und ich bin hinwieder der Ton, der ihnen entquillt. – – – – –
Manche der Instrumente werden sich dessen bewusst, manche aber auch nicht, dass sie nur durch mein Gesetz geleitet zum Ertönen gelangen, und dass ich der Ton bin, der in ihnen klingt. –
… Dieser Leichnam, den du siehst, wenn du dich von aussen her betrachtest, bin wahrlich nicht
Ich! – – –
In ihm aber habe ich hier meiner Kraft einen Stützpunkt gegeben, damit ich auf dieser Erde alles zum Erklingen bringe, und selbst mich in allem als Klang gebären könne…
Unnennbar ist die Zahl der Symphonien die in mir verborgen ruhen und offenbar werden wollen. – –
Zu leuchtendem Klang will ich mich formen in allem was durch mich erklingen will!
Auch dich werden meine Spielleute nicht vergessen, wenn du zu einem meiner Instrumente werden willst. –
Auch du sollst ewig leuchtend tönen in einer meiner unendlichen Symphonien!
Ich bin es, der dich erlösen kann, denn nur wenn ich selbst in Dir erklinge wirst du ewig beseligt sein! – – –
Siehe, all deine Sehnsucht will nichts anderes, als dich mir in leuchtendem Klange vereinen!
Du fühlst zwar deines Herzens Sehnsucht, aber du weisst sie noch nicht zu deuten. –
Verhalten, wie in einer unberührten Saite, birgt sich in dir dein eigener Klang; aber nur wenn mir du dich einen willst, wirst du dich selbst zum Erklingen bringen können.
Ein neuer Ton wird dann dem All erklingen und du wirst dich in Allgewalt vernehmen – mir geeint – in deinem eigenen
Ich! – –

 

 

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