Das Symbol des Astronomen (89-92)

Das-Buch-der-Liebe

DAS BUCH DER LIEBE

Einführungsworte
Der größte Liebende.
Vom Urfeuer der Liebe.
Erlösungslicht.
Die Schöpferkraft der Liebe.


Das Symbol des Astronomen (89-92)




 

Das Symbol des Astronomen (89-92)


Des Menschen Verstand hat ein Fernrohr ersonnen, in dem ein System verschiedener Gläser und Spiegel verborgen ist, die allesamt in ihrer weisen Anordnung bewirken, daß weiteste Weite dem Auge ganz nahe und körperhaft erscheint.

Wenn du ein solches Fernrohr benützen willst, dann wirst du durch die kleine Linse allein zu blicken haben, die der Verfertiger dafür bestimmte, daß sie zunächst deinem Auge sei.

Du wirst dann die Strahlen des Lichtes der Außenwelt in solcher Art erhalten, daß das Ferne dir nahe kommt, und du unterscheiden kannst, was dein bloßes Auge niemals unterschieden hätte.

So auch kannst du im Geistigen allein das Göttliche erfassen, wenn du dich zunächst an jene wendest, die ewiges Urlicht selbst dazu bereitet hat, dir seine Strahlen zu vermitteln! —

Du wirst dann in dem Leuchtenden nur das Göttliche zu sehen bekommen, und er selbst wird dabei verschwinden, so wie du ja auch, wenn du durch jenes Fernrohr blickst, gewiß die Linse an sich nicht siehst, sondern den Gegenstand der Ferne, den du suchst. –

So wie dir aber die Linse des Fernrohrs, die deinem Auge am nächsten ist, für sich allein gewiß nicht viel helfen könnte, wären nicht in dem Fernrohr andere Gläser und gewisse Spiegelsysteme enthalten, so würde auch der Leuchtende dir nicht helfen können, wäre nicht jene hohe Hierarchie des Geistes noch zwischen ihm und dem innersten Ursein Gottes, das es zu fassen gilt! –

Du blickst gleichsam durch alle Reiche dieser geistigen Hierarchie hindurch in die innerste Gottheit hinein, wenn dir ein Leuchtender des Urlichts sich aus seinem Geistigen heraus offenbart. —

In diesem Bilde kann dir manches Wort des Meisters aus Nazareth verstehbarer werden und du wirst auch so unterscheiden lernen, was er von sich aus, als Erdenmensch seiner Zeit, einst sprach, – oder wo er in anderen Momenten völlig verschwindet und dich nur das Innerste der Gottheit, das Ur-Wort hören lassen will, – – denn was in dem obigen Bilde nur vom Sehen gilt, kannst du dir leicht auch aufs Hören übertragen denken...