EinfÜhrungsworte

Das-Buch-der-Liebe

DAS BUCH DER LIEBE

Einführungsworte
Der größte Liebende.
Vom Urfeuer der Liebe.
Erlösungslicht.
Die Schöpferkraft der Liebe.


Das Symbol des Astronomen (89-92)





 

EinfÜhrungsworte

 

In einer Zeit, in der des Hasses schlamm durchwühlende Wellen aller Menschheit Fluren schänden, soll dieses Buch dir von der Liebe reden!

Du, der sich selbst erleben will, sollst hier die höchste Freiheit finden!

Die Freiheit, die deine Seele braucht, wie deine Lungen Luft zum Atmen brauchen, kann dir nur die Liebe geben, und ohne Liebe stirbt in dir der Lebenskeim, aus dem du dir erstehen sollst zu einem Wachstum, das in sich kein Ende kennt. –

Hier wird die Rede sein von einer Kraft, die geistig alle Kräfte dieser Erde meistert, – von einer Kraft, die nur die wenigsten in sich erleben, da sie zwar vieles kennen, was sie „Liebe” nennen, jedoch, zu leicht befriedigt, sich damit begnügen, ohne ihre eigene tiefste Tiefe zu ergründen, in der sich erst die Kraft der Liebe ihnen offenbaren könnte.

 

 

Nur der aber, der in sich selbst seine tiefste Tiefe ergründet, wird dort auch die Be-gründung jener weisen Liebeslehren finden, die ihm der heiligen Bücher alte Texte aufbewahren, – wie sie wohl jeder „kennt”, soweit die Worte dieser Bücher ihn erreichten, doch die nur selten einer im Geiste erfaßt, da keiner ahnt, daß ein Gesetz in diesen Lehren Offenbarung wird, dem auch der Mächtigste sich beugen muß, will er trotz aller Macht, nicht früher oder später – an sich selbst – zerschellen.

Wüßte man, was die Liebe in Wahrheit ist, dann hätte längst das Antlitz dieser Erde sich gewandelt, und alles Leben hätte längst sich stets erneuter Qual entwunden. – – –

Die Worte göttlicher Weisheit, die von dieser Liebe handeln, sind heute noch, wie ehedem, verhüllt in dichte Schleier, und selten nur gelang es einem Seltenen, für sein Erkennen diese Hüllen aufzuheben.

Was er erkannte, war dann nicht mehr jene „Liebe”, die er vordem zu erkennen glaubte, denn er gewahrte eine Urgewalt, die ihre Schauer ihm durch Mark und Knochen sandte, – die ihn erbeben ließ in innerstem Erleben und ihn zum Herrscher machte, wo er vordem Sklave war! –

Von solcher Liebe soll dieses Buch dir Kunde bringen!

Zu dieser Liebe soll es deine Seele leiten!

Aus dieser Liebe lebt, der hier zu dir von dieser Liebe spricht!

Nur wer aus dieser Liebe lebt, der Liebe kundig aus Erleben und Erfah rung, sollte von der Liebe Zeugnis geben dürfen...

Nur er kann wirklich von der unerfaß lich hohen Kraft, um die es sich hier han delt, reden.

Es gab so manchen, der sich in der Liebe glaubte, weil er nicht hassen konnte.

Doch dieses Unvermögen ist noch lange nicht Gewähr dafür, daß man die Liebe kennt!

Haß ist der Gegenpol der Liebe, ist die gleiche Kraft in ihrer Umkehr, – und wer nicht fähig ist, zu hassen, obwohl er längst erkannte, daß nur Torheit sich dem Haß ergibt, der wird auch niemals diese Liebe in sich finden, von der Paulus, wahrhaftig ein Liebender, zu sagen wußte:

„Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich gleich einem tönenden Erz oder einer klingenden Schelle.” – – –

Er wird auch gewiß den Sinn jener Sage nicht begreifen, die von dem Shakya Muni, dem indischen Buddha, zu erzählen weiß, daß einst ein Feind des Weisen einen wutentbrannten Elefanten seinem Weg entgegenjagte, worauf der Erleuchtete, zu aller Staunen, jenes Tier bezwang, so daß es zitternd vor ihm niederkniete, da er der Liebe Kräfte ihm entgegensandte, die er in sich trug…

Sowohl die indische Sage, wie das Wort des den Christus Jesus predigenden „Völkerlehrers” Paulus läßt den Tieferschürfenden erahnen, daß wahrlich hier doch nicht nur von Gefühlstrunkenheit die Kunde geht, – daß hier vielmehr die hohe Kraft allein verherrlicht werden soll, die, wie ich eingangs sagte: – aller Erdenkräfte geistige Herrin ist! –

Verschieden ist die Form der Offenbarung dieser Kraft im Erdenleben.

Du findest sie in jeder Pflanze, jedem Tier, und aller Gattungstrieb ist ihrer Allgewalt Bezeugung...

Doch findest du sie so erst auf der tiefsten Stufe ihres Wirkens und du wirst hier gewiß nicht auch zugleich ihre höchste Wirkungsart erkennen, obwohl auch hier schon weitaus mehr zutage tritt, als du bis her vielleicht erspähen konntest. – – –

Hättest du jemals, obwohl es dir wahrlich nahe liegen müßte, – in dieser tiefsten Form der Liebe schon die Schöpfungsschauer entflammter Gattungstriebe dir zum Zeugnis dienen lassen, dann wärest du längst schon zu der Erkenntnis gelangt, daß solche Urgewalt gewiß auch mehr vermag, als aus dem Irdischen das Irdische zu zeugen! –

Du hättest längst zugleich erkannt, daß diese Schöpfungsschauer auch der höchsten Form der Liebe eignen müssen, und wärest wohl gewiß dem holden Irrtum nicht erlegen, der da bewirkt, daß dir ein sänftiglich Gefühl der Zuneigung und frommer Weichheit schon zu genügen scheint, um, nach dem Worte jenes Liebenden, keine „klingende Schelle” und kein „tönendes Erz” zu
sein. –

All das, was der hier bezeichnete wahre Liebende noch weiter von der Liebe Bekundungsweise sagt, sind nur die Zeichen, die der Liebe folgen werden, dort, wo sie in höchster Form sich offenbart. –

Du aber hast diese Zeichen für die Liebe selbst gehalten und mühst dich nun, die Zeichen hervorzubringen, die dir von selbst zu eigen werden würden, hättest du die
Liebe! – – –

Ich werde dich von manchem Irrtum heilen müssen, will ich dich der Liebe fähig machen…

Noch bist du verstrickt, von früher Jugend an, in tausendjährigen Wahn!

Die dich einst lehren sollten, hatten selbst es nicht anders gehört als sie es dir weitergaben.

Es wäre arge Torheit, wolltest du ihnen zürnen!

Sie gaben dir, was man ihnen gegeben hatte, so wie nun ich dir gebe, was man mir einst gab, bevor ich selbst zu schöpfen wußte mit mir zugehörigem Gefäß.

Vielleicht wirst du erkennen, daß es aber doch nicht gleichen Wertes ist, aus welchen Brunnen die Becher der Lehrenden schöpfen! –

Wenn du die Lehren, denen ich in meinen anderen Büchern Formung schaffen durfte, bereits kennst, dann wirst du wissen, daß mir tiefste Felsenquellen fließen, aus denen noch alle geistige Weisheit quoll, die jemals diese Erde befruchtet hat.

Wohl dir, wenn die „lebendigen” Wasser dieser Quellen dich erquicken werden!

Wohl dir, wenn du nicht „Ärgernis” nimmst an meinen Worten, obwohl ich gezwungen sein werde, dir zu zeigen, daß wahrhafte Geistes-Offenbarung ewig währt, und sich zu jeder Zeit den Offenbarenden zu schaffen weiß!


Ich wäre gewiß nicht, der ich bin, wollte ich zu entwerten suchen, was in den religiösen Lehren der Vorzeit von Meines gleichen stammt.

Und alles in allen diesen Lehren der ferneren und näheren östlichen Welt, was wirklich das Kennmal des Geistes der Ewigkeit aufweist, ward voreinst gegeben durch die Offenbarung Derer, von deren Art ich bin.

Meine „Abstammungsreihe” reicht freilich beträchtlich weiter als die biologische Ahnentafel des Erdenmenschen, der mir als Instrument: – als irdisch nötiges Vehikel dient…

Und ich rufe dich nur auf, hinfort zu sondern, was Geistesgut ist, wie es die Geistgeeinten, die nur zu seltenen Zeiten dieser Welt sich offenbaren, allein zu geben wissen, – und was steriler, hirngeblähter Menschenmeinung zugehört in jenen alten Schriften alter Völker, deren Worte dir in Bausch und Bogen als geheimnisvoll verehrungswürdig gelten.

Wie du die alten Worte unterscheiden lernen kannst, sollst du durch mich erfahren!

Ich lehre dich hier als der einzige aller mir Gleichgearteten, der heute in der Öffentlichkeit wirkt, – und als der einzige Erdenmensch, der heute von sich sagen darf, daß er nur ewigkeitsgezeugtem Geistesgut das Behältnis des Wortes formt.