Die SchÖpferkraft der Liebe

Das-Buch-der-Liebe

DAS BUCH DER LIEBE

Einführungsworte
Der größte Liebende.
Vom Urfeuer der Liebe.
Erlösungslicht.
Die Schöpferkraft der Liebe.


Das Symbol des Astronomen (89-92)




 

Die SchÖpferkraft der Liebe

 

In urgewaltigem Drang offenbart sich Liebe schon in ihrer irdisch niederen Form, und hier schon zeigt sie sich als Schöpferkraft, so daß älteste Kulte bereits in dieser niederen Form der Liebe letztes Geheimnis zu finden hofften. –

Bis auf die heutige Zeit sind solche Kul te erhalten, und irreleitende Lehren haben das verderblichste Wähnen asiatischer Geheimsekten auf düsteren Wegen neuerdings aufgegriffen, damit es auch im Abendlande Verbreitung fände. Leider hat es weitere Verbreitung gefunden, als die „aufgeklärte” Öffentlichkeit der westlichen Weltstädte heute noch ahnt! –

Verhängnisvolle Zerstörungskräfte, ausgesandt aus nachtschwarzen Tempelgrüften teuflisch fanatisierter Asiaten, suchen so ihre Opfer in der weißen Rasse!

Das törichte Verlangen nach „geheimen Kräften” und verborgener Macht über die nicht in gleicher Art „eingeweihten” Nebenmenschen, ist dabei der beste Kuppler.

Die armen Betörten aber fühlen weder, daß sie an unsichtbaren Gängelbanden hängen, noch ahnen sie, daß sie ihr Tun einem Ziele zutreibt, das sie wahrhaftig nicht erstreben möchten, würden sie es kennen.

Sie glauben der Lösung des Rätsels aller Rätsel auf der Spur zu sein, und lassen sich von selbstbetrogenen „Adepten” sagen, auf diesem Wege werde göttliche Freiheit winken, während sie nur der Schar der höllischen „Hunde des Abgrundes” harmlos entgegenlaufen, denen schon die Lefzen triefen vor Gier, ihre Seelen zerreißen zu können, so wie sie jene bereits zerrissen haben, die diesen Arglosen heute als macht erfüllte Meister ihres teuflisch verwirrten Glaubens dünken. –

Wohl waren Phallus und Yoni seit uralten Zeiten heilige Symbole, und beide Gegenpole bilden der tiefsten Mysterien heilige Anker im Erdenleben, doch – wer hier suchen möchte, bevor man ihn sucht, der hüte sich wohl, daß er nicht die Wirkungsregion verwechsle, und statt der „heiligen Anker”: schlüpfrige Schlangen aus der Tiefe hole!

Es gibt wahrlich kein Gebiet okkulter Kräfte, das so der Täuschung Raum gewährt, wie der Bereich des Sexualmysteriums!

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The creative power of love

 

Wehe denen, die hier zu finden glauben was sie suchen! –

Sie werden im besten Fall ihre somnambulen Kräfte wecken, die ihnen jedes Trugbild gerne gewähren, das ihr Wähnen nährt, bis sie, in solcher Verstrickung sich „wie die Götter” wähnend, zu spät, und unerlösbar geworden, einst in Verzweiflung entdecken, daß sie der „Schlange des Paradieses” Gehör gegeben hatten. –

Wer auf diesen Wegen sich weiß, der reiße sich eilends los von allem, was ihn an diese Wege binden mag, denn die Gefahr ist unnennbar groß! –

Wer aber nicht alles, was ihm lieb war, nötigenfalls verlassen kann um des „Himmelreichs” willen, der ist wahrhaftig des „Reiches” nicht wert, und wird nicht hindern können, daß er hinausgeschleudert wird „in die äußerste Finsternis”, – wenn nicht zu dauernder Vernichtung, so doch zu äonenlanger dumpfer Qual im Wissen um die eigene Schuld!

Alles, was hohe und oft dunkle Worte von jenem Geheimnis sagen, das irdische Zeugungskraft und ihre Organe umgibt, wird erst dann in Wahrheit erfaßt, wenn man weiß, daß die hier verborgenen Kräfte sich in ihrer segenbringenden Form nur dem Vollendeten des Urlichts ergeben, und nur als ungesuchte Folge der Vollendung!

Allerdings verhält sich die dem wahrhaft Berufenen mögliche geistige Lösung dieser Kräfte zu dem, was da in gewissen „esoterischen” Zirkeln vorgeht, wie höchstentwickelte Chemie zu dem absurden Treiben wahnwitziger Sudelköche. –

Wer nicht zu den geistig Vollendeten gehört, die, ehe sie auf Erden geboren wurden, höchste „Meisterschaft” erlangten, der bleibe hier allem Suchen fern, denn was er zu finden vermeint, wird er hier niemals finden, und was er finden kann, würde ihn nur zur Beute dunkler Gewalten werden lassen, der seit der Urzeit Tausende und Abertausende in die Netze gerieten, oft noch für geraume Zeit in diesem Erdenleben angestaunt als wahre „Adepten”, und ihren Vernichtern so als Köder dienend für weitere Vernichtungsopfer! –

Ich brauche wohl kaum zu sagen, daß ich hier alle geheimgehaltenen „Methoden” kenne, die solche vermeintliche „Geistes kräfte” entfesseln können.

Ich kenne jedoch auch das Schicksal derer, die sie entfesselt haben, und darum wird mir die Pflicht der Warnung, – für alle, die sich warnen lassen wollen. – –
„Wer Ohren hat zu hören, der höre!”

Die es angeht, werden kaum den Vorwurf erheben dürfen, ich hätte nicht deutlich genug bezeichnet, was ich lieber nicht deutlicher noch bezeichnen will. –

Euch allen aber, die ihr nach Licht und Erleuchtung sucht, und nicht euch trügerischen Täuschungskräften übergeben möchtet, denen nichts anderes zugänglich wird, als was in eurer Körperzellen Ahnenreihe aufgespeichert wurde, – euch allen will ich hier der Liebe Schöpfer kräfte am Werke zeigen, so wie sie euch zuteil werden können ohne jegliche Gefahr: – in jener hohen „himmlischen” Bekundung ewiger Liebe, die lebendes Licht in euch gießt und leuchtendes Sonnenfeuer, gleichwie sie in „irdischer” niederer Form nur den Brand der Sinne entfacht, um eure Art zu erhalten und euch ahnen zu lassen in dieser Glut, daß sie auch wahrlich Höheres vermag. – –

Auch in der niederen Form der Liebe ist wahrhaft Göttliches zu finden, für alle, die bereits erkannten, daß diese und die höchste Form der Liebe eines Wesens sind und nur in ihrer Wirkungsart verschieden ...

„Okkulte Kräfte” werden allerdings in der „irdischen” Liebe nicht von solchen gesucht, – wohl aber können sie in ihr, wenn seelisches Empfinden leibliche Vereinung überhöht, die ersten Ahnungs schauer finden, die sie empor zu höchster Form der Liebe leiten, — dorthin, wo sie „himmlisch” wird, da sich ihr Wirken über dieses Erdenleben hoch hinauf erhebt, über die fernsten Sterne hoch empor, bis in das reine Lichtreich ewiger Gestaltung, das nur denen sich erschließt, die „reinen Herzens” sind.

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Doch muß dir nicht auf Erden „irdische” Liebe werden, um zu der höchsten „himmlischen” Form der gleichen Kraft zu gelangen!

Wohl sollst du gewiß die „irdische” Form nicht fliehen, wenn sie dir nahen will in seelischer Überhöhung, – in wahrhaft heilig gehaltener Ehe, – doch wenn du sie nur als bloße Befriedigung leiblichen Begehrens finden könntest, dann rate auch ich dir zur Enthaltung, obwohl ich wahrhaftig weit, weit von jenem Wahn mich weiß, als sei Enthaltung von „irdischer” Liebe der geforderte Preis für höchste see lische Entfaltung. –

Lieber aber noch sollst du mit wachem Willen auf eine Erdenglückesmöglichkeit verzichten, als daß du in tierhafter Brunst das heilige Feuer entweihst. – –

Die höchste, „himmlische” Form der Liebe kann sich dir enthüllen, selbst in deinem nüchternsten Tagewerk, und gar mancher saß schon am Webstuhl oder ging hinter dem Pfluge her, dem sie in all seiner Einfalt zu eigen ward, während andere sie auf hohen Kanzeln verkünden konnten ihr Leben lang, ohne sie jemals in sich selbst zu finden. – –

Selbst dort, wo du wahrhaftig nur in Mühsal werkeltäglich Tun zu treiben glaubst, kann sie in dir sich schöpferisch entfalten…

Weit stärker noch empfindet sie wohl ein jeder am Werke, der sich zu schöpferischem
Tun berufen weiß: – der selbst gestaltend formt, wozu der Geist ihn treibt.

Kein großes Werk echter Kunst ist hier auf Erden je entstanden, ohne die Schöpferkraft der Liebe, die den Formenden erfüllte!

Doch wäre es wahrlich ein enger Irrtum, der Künstler allein sich solcherart begnadet wähnen!

Es gibt gar vieles Tun in diesem Erdenleben, bei dem in anderer Art, auf weniger sichtbare Weise, der Liebe Schöpferkraft den Wirkenden erfüllen muß, soll seines Lebens Werk die höchste Weihe tragen!

So manches Tun, das recht ferne dem Bereich der hohen Kunst sich auswirkt, kann in höherer Betrachtungsweise der gleichen Urgesetze Offenbarung zeigen, und den gleichen schöpferischen Drang verlangen, der sich im Werk des Künstlers nur in augenfälligerer Art bekundet.

Es gibt kein Erden wirken für den Men schen, das nicht der Liebe hohe Schöpfer kraft aus seiner Enge Fessel lösen könnte!

Doch, willst du die Schöpferkraft der „himmlischen” Liebe in ihrer wundersam sten Auswirkung erkennen, dann mußt du selbst dich ihr als Material der Formung überlassen!

Vergeblich wirst du aus dir selbst heraus versuchen, deine höchste Form zu finden, solange du nicht willig durch der Liebe Schöpferkraft dich wandeln lassen willst!

Vergeblich wirst du Tag um Tag an dir zu feilen und zu schleifen suchen, solange du die Schöpferkraft der „himmlischen” Form der Liebe hinderst, aus dir selbst das Götterbild zu formen, das den Geist in dir verkörpert zeigen soll!

Aus deiner Formkraft Auswirkung allein kann es sich nie gestalten, so sehr auch die ewige Schöpferkraft der Liebe deines Wirkens Kräfte, die sie selbst dir gab, zu ihrem Werk bedarf! –

Du sollst gewiß nicht müßig sein, und deine Eigenkräfte können nur durch stete Übung so erstarken, daß sie der hohen Schöpferkraft der Liebe wahrhaft Werkzeug werden bei der Formung deiner selbst; – allein du wirst das Werkzeug nur der geistigen Meisterschaft höchster Liebe anvertrauen dürfen, willst du dich selbst in höchster Form erstehen sehen!

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Auch dann noch wird, solange du auf Erden leben magst, gar manches Äußere der höchsten Formung sich nicht stetig fügen wollen und du wirst immerfort das Werkzeug tauglich halten müssen, damit die hohe Form, die dir verliehen ward, nicht wieder schwindet, und nur ein Torso übrig bleibt, der schmerzvoll ahnen läßt, was hier einst schon gestaltet war...

Noch ward auf dieser Erde keiner je vollendet durch die Schöpferkraft der Liebe, dem nicht des Erdenlebens nimmer ruhende Zerstörungskräfte seine hohe Form bedrohten, und wenn du etwa glaubst, die Leuchtenden des Urlichts seien hier wohl aller Sorge ledig, – so lasse dir sagen, daß auch sie, wie jeder, der des Tieres Leben seinem Ewigen zu einen sucht, sich stündlich wach erhalten müssen, wollen sie nicht aus dem hohen Leuchten fallen, wie ein Stern, der plötzlich in den Abgrund fährt, und dort zerstäubt in seine Uratome!

Es sind solche Fälle zwar überaus selten, aber sie sind immerhin möglich.

Im äußeren Leben wird aus einem solchen Gefallenen dann ein furchtbarer Fanatiker der Bosheit: – ein Mensch, der „über Leichen geht”, und seinen größten Selbstgenuß darin findet, alles allenthalben zu zerstören, an dessen Aufbau er einst beteiligt war…

Es bleibt daher immer ein unerhörtes Wagnis für jeden im Geiste dazu Vorbereiteten, die Berufung zur Einung des Geistmenschen mit dem Menschentiere freiwillig anzunehmen, denn sein Erdenweg ist, weit mehr als der aller anderen Menschen, von zahllosen unsichtbaren Gefahren umdroht.

Du wirst daher auch in dem Leuchtenden des Urlichts einen Menschen-Bruder sehen lernen müssen, der, – wahrlich allem Erdenmenschenfehlen nicht entrückt, – zu kämpfen hat wie du, um aus dem Kampf des Lichtes mit der Finsternis hervorzugehen als ein Sieger, wenn einst sein Erdenlauf vollendet ist!

Daß man dich lehrte, jenen hohen Leuchtenden, den wir den „großen Liebenden” nennen, als sündelosen „Gott” und aller Fähigkeit zur Schuld entrückt, zu werten, – das hat dein Urteil tief umnachtet, und dich dann weit zurückgeschleudert in ein Reich der Ohnmacht und Erbärmlichkeit, in dem dich jene gerne halten möchten, die nur so sich ihrer Macht erfreuen können, deiner Seele auferlegter Sklavenarmut als die Herren ihres Schicksals zu erscheinen. –

Wohl sind nicht alle, die dir solche bedenkliche Lehre geben, ihres Tuns bewußt.

Die meisten wähnen, – dich zu deinem Glücke, dich zu ewig wahrem Heil zu führen.

Sie ahnen heute kaum mehr die Verderblichkeit des bei ihrem Tun zutagetretenden Menschenhochmutes, der durch Jahrhunderte hindurch längst zur Gewohnheit ward, und glauben wirklich deiner Seele Heil gefährdet, sobald du ihren Lehren dich entziehen willst, weil dir in deines Herzens tiefster Wahrheitsahnung endlich doch der Irrtum solcher Lehre offenbar geworden war. –

Ich bitte dich, wolle solche selbst umnachtete Lehrer nicht den Irrtum ihrer Lehre entgelten lassen, der sie in überwiegender Zahl doch wirklich nur „guten Glaubens” folgen!

Sie würden dich gewiß auch auf besseren Wegen gut zu leiten wissen, sobald sie selbst die besseren Wege gefunden hätten, denn sie erfüllt, – weit häufiger als du vielleicht glauben möchtest, – doch auch der hohe Wille, dir zu helfen! –

Keiner aber, der wahrhaft Sorge trägt um deine Seele und deiner Seele ewiges Heil, wird dir verweigern, einen Weg zu prüfen, den du ohne ihn gefunden hast, denn längst kennt er ja die schwere Bürde der Verantwortung, die ihm sein Amt einst auferlegte! –

Nur der, den Hochmut treibt, und der da fürchtet, seine Macht durch deine Kenntnis zu verlieren, wird dir „entrüstet” einen Schwall von Worten hoch „von oben her” entgegenschleudern, – wird dir tausend „Gründe” nennen, dich zur Rückkehr in das abgesteckte Weideland des ihm so teuren Pferches zu bewegen, – nur den einen nicht, der ihn im Tiefsten treibt: – dich dort zu halten wo du standest, bevor die Wahrheit aus der Liebe dich erreichen konnte.–

Ein solcherart um seine Macht Besorgter ist denn auch wahrlich aller Schöpferkraft der Liebe längst entrückt!

Ihm darfst du nicht in seine Labyrinthe folgen, die er und seinesgleichen klug ersannen, für alle, die sich ihrer Macht entwinden möchten, – einer Macht, die denen, die sie üben, köstlich dünkt, – auch wenn sie selbst, die also „Mächtigen”, in ihres Herzens Grund gar wohl erkennen, daß ihre Macht nur in der Nichterkenntnis ihrer Sklaven sich begründet. – –

Die solcher Machtlust Rausch einmal genossen haben, sind fürderhin verloren für die Stimme der Wahrheit, sind verloren für der Wahrheit unerbittlich fixierte, geistige Voraussetzungen…

Doch sollst du auch den für die Wahrheit Verlorenen gewiß nicht zürnen, wenn du der Liebe Schöpferkraft zu deiner eigenen, höchsten Formung dich überlassen willst!

Du würdest sonst ein Hemmnis schaffen, das deiner Eigenformung schwere Schädigung bewirken müßte! – –

Du, den nach Licht und Leuchten verlangt, – – lerne Barmherzigkeit üben auch gegen jene, die dich am liebsten in ihrem Dämmerdunkel halten möchten!

Sie haben es meistens nicht selbst verschuldet, daß sie also werden mußten, wie sie heute sind, – und allzuschwer ist es für viele, sich furchtlos Fesseln zu entwinden, die oft für sie die einzige Errettung vor dem Sturz in noch weit tiefere Verfinsterung bedeuten, für sie, die nur zu sehr in allen Fasern fühlen, daß nur die feste Fessel ihnen Halt verleihen kann. – –

Für viele dieser blinden Blindenführer ist auch die Angst vor dem Versiegen der Ernährungsquelle Grund genug um dem erkannten Irrtum weiterhin zu dienen, dem sie nur zu gern entsagen würden, wüßten sie, wovon sie fernerhin leben sollten, mit denen, die bislang ihre Pfründe leidlich ernährt.

Der „Sünde” längstvergessener Geschlechter dargebrachte Opfer hat die Menschheit heute nun in den Nachkommen zu beklagen, und neue Schuld nur würde sie zur alten häufen, wollte sie die armen Engumfesselten entgelten lassen, daß sie der Vorzeit starre Bande noch tragen! –

Die noch die Arme regen können, werden jedoch mit einem Male, und ohne daß einer der Ihren fehlen würde bei dem Werke, die Welt in Erstaunen setzen!

Sie werden in aller Stille den Tag sich bereiten, an dem sie ihre Bande sprengen werden, – ohne Altgeheiligtes zu verletzen!

Sie werden „den Greuel der Verwüstung an heiliger Stätte” nicht mehr dulden und werden neu das Heiligtum errichten!

Sie werden denen nicht mehr glauben, die ihnen sagen: da und dort ist der „Gesalbte”, und werden gar manche, die „in seinem Namen” kamen, ihres Ruhmes ent kleiden!

Sie werden wahrlich nicht zerstören, und dennoch wird das Abgelebte sich erneuern, weil sie die alte Form erst mit der Fülle allen Lebens, das sie fassen kann, durchlichten werden! – –

Noch ist der Tag, an dem solches begin nen wird, gewiß nicht zu bestimmen, – doch daß er dereinst erscheint, ist so sicher wie das Erscheinen eines neuen Tages nach dunkelschwangerer Nacht!

Lasse deinen Lehrern Zeit zum Suchen, und wenn sie gefunden haben, oder gar gefunden wurden, werden sie dich – oder erst deiner Urenkel Kinder – gewißlich anders leiten als sie heute es vermögen. –

Die besten unter ihnen bekennen selbst, daß auch sie noch suchen, was sie einst gefunden glaubten, als sie voll heiliger Begeisterung sich zu der Bürde ihres Amtes drängten. –

Glaube auch nicht, du fändest je in irgendeiner anderen Gemeinschaft dieser Erde, auch wenn sie tief sich in die ausgetragenen Mäntel alter Mystik hüllen mag, und dir mit vielbedeutsamer Gebärde kündet, daß sie nur allein urgründiges „Geheimnis” hüte, – der lichten Wahrheit flecken lose Spur!

Wohl sind auch da gar manche ernste Sucher an der Arbeit, um in den Hieroglyphen alter Tempelüberreste jenes Wort zu suchen, das sie einst erlösen könne.

Aber auch hier ward längst schon allen Kundigen bekannt, daß neue Wege sich eröffnen müssen, soll die ernste Schar der Sucher nicht in dunklen Krypten sich verlieren, die stets aufs neue endlich „Licht” verheißen und doch den mühsam Tastenden am Ende seines Weges in Enttäuschung stürzen lassen, es sei denn, daß die hohle Geste eines „Wissenden” ihm schon genüge, – daß er beirrt, und keinen Ausweg mehr erlangend, sich wohlgefällt in einer „Würde” Schein, – des guten Glaubens der Betörten froh, die ihn am Ziele wähnen…

Hier sucht so mancher schon nach sehr bedenklichem Ersatz, da man den Goldschatz, den das Innerste des Heiligtums verbirgt, – des hehren Bauplans seiner hohen Hallen nicht mehr kundig, – für unauffindbar hält. –

Begierig werden alle okkulten Kloaken durchwühlt nach dem, was nur auf sonnen überstrahlten Gipfeln dem Mutigen erlang bar wäre...

Aber auch hier wird die Erneuerung kommen durch die Schöpferkraft der Liebe in ihrer höchsten, „himmlischen” Form, obwohl hier manche neuerbaute PDF Seitenhallen schon unterwühlt von jener nachtgeborenen Lehre sind, die im Bereich der erdgebundenen Form der Liebe letzte Lösung aller Rätsel sucht...

Wen es angeht, der wird mich verstehen, und wem von fremden Dingen hier die Rede ist, der wisse, daß ich diese letzten Worte nicht für ihn geschrieben habe.

Was ich in diesem Buche gebe, soll Allen Licht auf ihre Wege bringen, und jeder suche hier, was seinem Wege dienen kann!

Es wird keiner vergeblich suchen, und jeder wird das Seinige finden können!

Die Schöpferkraft der Liebe aber wird allen das zu Licht und Leben werden lassen, was ich hier nur in Worte formen durfte, um denen, die in diesen Tagen im Dunkel sind, des Lichtes Spur zu weisen, auf der das Leben sich in Glück und Freude strahlenhell entfalten kann. –

Freilich verlangt aber alle Ernte vorherige Saat, und so wirst du, mit dem ich hier rede, gewiß nicht nur durch die vorübergehende Beschäftigung mit meinen Worten zu Frucht gelangen, sondern nur durch entschlossenes Wirken im Sinne meiner Lehre!

Die mit mir aus dem „Vater” leben in der Liebe, erachten diese Zeit bereitet, solche Lehre zu empfangen.

Nur weil auch ich die Not der Zeit erkenne, ließ ich mich zu dieser Niederschrift bewegen.

Ich gab auch hier kein Wort, das einer meiner hohen Brüder nicht zu billigen vermöchte, und sie allein nur sind imstande, hier zu werten, ob ich dem Auftrag, der mir wurde, so entsprach wie mir geboten war, – ob ich nur lehrte, wie der „Vater” mich lehren hieß. – –

Ich aber trage jegliche Verantwortung für jedes meiner Worte!

Möchten die Menschen, denen hohe Fügung, – die sie „Zufall” nennen, – dieses Buch zu eigen gibt, durch meine Worte sich zur höchsten Liebe leiten lassen!

Möchte das Licht, das, laut jener frommen Sage, einst den Hirten „bei der Nachtwache” wurde, die Herzen aller erreichen, die heute in der Finsternis dieser Zeit sich noch wach erhalten, und möchte es so den Frieden bringen nach diesen kampfdurchtobten Tagen, für alle, die noch voll „guten Willens” sind!

Die hohe Schöpferkraft der Liebe wird alsdann die so Erwachten lehren, dem Leben neue Form zu schaffen!

Sie werden ferne sein dem Wahn, daß nur aus Trümmern sich der Menschheit hoher Tempel auferbauen lasse, und jeder wird sich selbst zum „Baustein” weihen, sobald er erst erkannte, daß das höchste Heiligtum des Lebens nur aus Lebendigem errichtet werden kann!

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Ich habe in diesem Buche gewiß nichts unbesprochen gelassen, was dir zu wissen nötig, oder auch nur nützlich ist, und wo ich in seiner ersten Fassung noch Fragen offen fand, erhielten sie hier, in des Buches definitiver Gestaltung, ausreichende Antwort.

Ich wende mich nicht an romantische Schwarmgeister irgendwelcher Bereiche der Wundersucht, – und nicht an die zahl reichen Leute, denen die Wirklichkeit wesenlos erscheint, weil sie nur das selbstgeschaffene Flimmerbild ihrer eigenen phantastischen Träume noch zu sehen vermögen.

Dieses Buch ist, wie alle meine Bücher, für reife, nüchterne Menschen geschrieben, – für Menschen, die, in stiller Arbeit an sich selbst, mithelfen wollen an der geistigen Umgestaltung einer Welt, deren Antlitz nur durch die höchste geistige Form der Liebe aus den Verzerrungskrämpfen zu lösen ist, in denen es nahezu zur Maske irren Schreckens erstarrte.

Nur dann, wenn die Erkenntnis aufzuglühen beginnt, daß die Form des menschlichen Zusammenlebens auf dieser Erde durch die Arbeit des Einzelnen an sich selbst bestimmt wird und nur in sehr bedingtem Maße von außen her zu beeinflussen ist, darf man sicher sein, sich auf dem Wege zu befinden, auf den ich die mir Vertrauenden zu leiten suche.

Es ist der einzige Weg, der aus der Wirrnis dieser Tage hinaus und hinauf zur Klarheit wertbestimmender Überblicke führt, und zugleich der einzige Weg, der den verirrten Einzelnen in sich den Frieden finden läßt, nach dem alle noch nicht völlig verhärteten Herzen so heiß verlangen.

Tierhafte Kampflust wird sich dann nicht mehr ungezähmt, als Zerstörungsfaktor inmitten menschlicher Gemeinschaft austoben können, sondern, zu geistiger Wehrhaftigkeit sublimiert, die Vielheit der Einzelnen fähig machen, alle Angriffe niederer planetarischer Gewalten auf die eigene Seele in sich selber zurückzuweisen, – im sicheren Bewußtsein der einzigen Kraft, die alle auf Erden drohenden, glückzerstörenden Triebkräfte siegend bezwingt!