Willkommen auf dem BÔ Yin RÂ-WEBSITE



Völlig erneute Ausgabe des ursprünglichen Hortus Conclusus in 32 Büchern und Heften von Bo Yin Ra.

Diese völlig erneute Ausgabe basiert sich auf einem Scan der Ausgabe vom Kober Verlag in der Schweiz.  Dabei wurden alle dem alten Bleisatz inhärenten satztechnischen Unregelmäßigkeiten und –Fehler eliminiert. Leider kann man nicht garantieren, dass nicht eine einzige scantechnische Anomalie übersehen wurde.

Man hat sich für Flattersatz entschieden, so dass damit das häufige Trennen manchmal sehr langer und zusammengesetzter Wörter zu Ende gekommen ist. Auch hat man sich zwecks weiterer Verbesserung der Lesbarkeit, dafür entschieden den Sperrdruck und/oder den Kursivdruck selektierter Wörter entfallen zu lassen. Eine Ausnahme davon bilden die Gedichte, bei denen Kursivdruck oft ein unentbehrlicher Teil des Rhythmus des Gedichts ist.

Leser der zweisprachigen Ausgaben, wobei der deutschen Originaltext und die englische Übersetzung nebeneinander stehen, damit es dem zweisprachigen Leser jederzeit möglich ist, die Richtigkeit der Übersetzung zu prüfen, kommentierten die stark verbesserte Lesbarkeit des deutschen Textes. Dies hat Posthumus Projects dazu veranlasst, den Entschluss zu fassen, eine selbständige deutsche Ausgabe des Hortus Conclusus zu besorgen.

Copyright © Posthumus Projects b.v.  

 

Einige autobiographische Notizen über das zeitliche Leben Bô Yin Râs.

Bô Yin Râ lehrt:

Macht euch auch keine Vorstellung von der Gestalt und Art des Menschen, in der euer geistiger Lehrer hier auf Erden leben mag.

Das außenmenschliche Leben des geistig
Lehrenden ist seine eigene Angelegenheit, und er will nicht, daß man den Geist in dem er wirkt, mit seiner erdenhaften Erscheinung verwechsle. –

Er will nicht, daß seine „Schüler” der „Persönlichkeit” Verehrung zollen, die nur der Geisteskraft gebührt, aus der sie wirkt. – –

(Aus: Das Buch vom lebendigen Gott, PDF Seite 259, 260)

 

Siehe mein Freund, auch ich habe ehemals manchen Irrtums lockende Strasse durchschritten, die hier auf diesem Planeten Menschengeister ver-führt…

... glaube mir – auch ich habe vordem solche Gefahr gar oft erfahren, so dass ich wahrlich vor ihr warnen darf!…

Ach siehe: ich weiss dein Leid wahrhaftig zu empfinden, denn selten nur war ich völlig vom Leide verschont. – –
So darf ich wahrlich auch vom Leide reden und von des Leides Überwindung durch die Form in der man es zu ertragen weiss…
Ich selbst weiss nur zu gut, wie sehr des Körpers Leid auf einem Menschen lasten kann und wie es dennoch durch Formung zu bändigen ist. –

(Aus: Geist und Form, PDF Seite 26, 28, 35)


Warum ich meinen Namen trage.

Über die drei Silben „Bô Yin Râ” äußerte ich mich schon vor geraumer Zeit in einer Verlags-Flugschrift dem Sinne nach dahin: — daß es sich hier nicht etwa um drei „Worte” handelt, aus deren „Bedeutung” man irgend etwas herausgeheimnissen könnte, trotzdem sie als Silben auch Sprachwurzeln alter Sprachen entsprechen.
War ich auch in meinem Ewigen immer in dem bewußt, was die Formel der drei Silben Bô Yin Râ meint, so mußte ich dessen doch erst im Laufe der Zeit auch in meinem Gehirnbewußtsein bewußt gemacht werden.
Meine geistige Schulung sehr entscheidend andere Begriffe vom Wesen eines wahren „Namens” nahebrachte, als sie landläufig hier auf Erden zu finden sind. Ich berichtete kurz davon, daß ich durch meine seelische Erziehung zum Bewußtsein der geheimnisvollen Wege gelangt war, die von einem „Namen” zu einem neuen „Namen” führen, wobei gewisse Buchstaben dieser „Namen” wie geistige „Antennen” wirken, über die dem auf solche Weise unsichtbar Geführten stets neue geistige Hilfe zukommt. Und im weiteren bekannte ich, daß ich während meiner geistgeleiteten Schulung selbst manche solche „Namen” getragen hatte, die ich erst in stets erneuter Selbstüberwindung wieder überwinden lernen mußte, bevor ich meines urewigen Namens auch in meinem vergänglichen Irdischen geistig wahrhaft würdig werden konnte, soweit das äußere natürliche Entwicklung sukzessive zuließ.
Lange genug war ich bereits den mir vorbezeichneten Weg der „Namen” entlang geschritten und wußte wahrhaftig aus eigener Erfahrung um der geistgeformten Namen kräfteweckende Natur, aber es schien mir unmöglich, meinem mir damals seit Jahren schon auch irdisch in seiner Substanz bewußten urewigen Namen ein Äquivalent in Lauten und Buchstaben zu schaffen, bis mir mein geistiger Erzieher inmitten anderer, mir gleich ihm im Geiste Vereinten, in einer gesegneten Nacht an hellenischem Meer, Augen und Ohren dafür öffnete, wie dies dennoch möglich, — ja notwendig sei… Von da an hatte ich nun auch die irdische Lautformel und ihre Zeichen für das, was im Ewigen substantiell mein „Name” ist. —
Das ist das wirkliche Geheimnis um den angeblich „indischen” Namen, Bô Yin Râ!

(Aus: Briefe an Einen und Viele, PDF Seite 230, 231, 232, 233)

Bô Yin Râ über seine Schreibweise.

Was jedoch die von Ihnen erwähnte „ungewohnte Schreibweise” betrifft, in der ich jeweils in den Büchern das Darzustellende behandelt habe, so darf ich in aller Sachlichkeit sagen, daß ich noch keine einzige Abhandlung geschrieben habe, bei der es meiner Willkür freigestellt geblieben wäre, das zu Sagende zur damals gegebenen Zeit auch anders zu sagen, als es sich ausgedrückt findet.
Ich habe nie und nirgends nach einem Rede- oder Schreibstil gesucht, sondern immer alles so niedergeschrieben, wie es sich mir nach geistig bestehenden Lautwertgesetzen formen mußte.

Aus: Briefe an Einen und Viele, PDF Seite 28)


Ich kann überdies nichts schreiben, was ich nicht in betontester Weise als gesprochen empfinde. Dieser Umstand erklärt alles, was auf den ersten Blick vielleicht an meiner Art, die Sätze zu sondern und die Interpunktion anzuordnen, als gesuchte Wunderlichkeit erscheinen könnte. Da Sie ja jetzt im Besitz des im Laufe zweier Jahrzehnte von mir Geschriebenen sind, wird Ihnen auch in manchem der zuerst erschienenen Bücher eine freigebige Verwendung der Gedankenstriche auffallen, die aus dem Bedürfnis zu erklären ist, irgendwelche Zeichen zu haben für die kürzeren oder längeren Pausen zwischen den als gesprochen empfundenen Wortfolgen. Das fatale Mißverstehen der Absicht hat mich dann später aber veranlaßt, den Gebrauch dieser Zeichen aufs Allernötigste einzuschränken.

Aus: Briefe an Einen und Viele, PDF Seite 30)


Ich lege auch keinerlei Wert auf gedankliche „Zustimmung”, und nichts liegt mir ferner, als durch Überreden „überzeugen” zu wollen. Ich rufe zum praktischen Erproben meiner Worte auf. Um aber praktisch erprobt werden zu können, müssen sie empfunden werden, bis sie als Empfindungsgut Eigenbesitz des Aufnehmenden sind. Meine Worte sind vor allem: — Empfindungs-Träger, Empfindungs-Vermittler und Empfindungs-Erwecker. Was sie daneben noch dem „Sinn” nach besagen, ist sekundärer Natur, auch wenn es gewiß dazu mithelfen will, der Seele die Aufnahme des ihr dargebotenen Empfindungsgutes anzuraten. Auch dem „Sinne” nach sollen meine Worte in erster Hinsicht als Empfindungserwecker aufgenommen werden!

(Aus: Hortus Conclusus, PDF Seite 105)


Ich gebe gerne zu, daß ich gar oft in diesem Buche Dingen die sich schwer erklären lassen, Worte schaffen muß, und daß solche Worte dann nur williger Einfühlung sich erschließen.

(Aus: Das Buch vom Menschen, PDF Seite 140)


Die aber glauben, ihren Scharfsinn aufbieten zu müssen, um in meinen Worten etwa „Widersprüche” zu entdecken, mögen lieber bedenken, daß doch auch mir wohl nicht entgangen sein dürfte, was ihnen als so gewichtiger Fund erscheint. – –

Aus: Das Buch vom lebendigen Gott, PDF Seite 296)


Fern von jedem Wertvergleich, erinnern mich meine Abhandlungen über geistige Dinge immer an gewisse Zeichnungen Rembrandts, auf denen sich die gemeinte Darstellung erst aus unzähligen Strichen, die der Vorstellung immer deutlicher zu folgen suchen, herausgestaltet. Es ist aber nicht nur mir anders unmöglich, Dinge der Ewigkeit für Andere in den Bereich ahnenden Vorfühlens zu bringen, sondern jedem, der die ewige Wirklichkeit kennt!

Aus: Briefe an Einen und Viele, PDF Seite 216)

Bô Yin Râ und der Hortus Conclusus

Mittlerweile habe ich mit dem Buche ''Hortus conclusus'' mein geistiges Lehrwerk abgeschlossen, wobei ich auch dem Ganzen die symbolische Bezeichnung überließ, die Name seines letzten Bandes wurde. Was ich in den zweiunddreißig organisch vereinten Lehrgaben dieses Ganzen hinterlasse, — und somit auch das hier vorliegende Buch, — würde aber eine sehr unzulängliche Betrachtungsweise erfahren, wollte man es ausschließlich als „schriftstellerische Produktion” auffassen. Wenn auch das ganze Lehrwerk nicht vorhanden wäre, hätte ich ihm nicht seine sprachliche Formung geschaffen, so ist doch sein Inhalt mit mir selbst: — mit meinem bleibenden Sein aus dem ich lebe, — identisch, und nicht nur „Hervorbringung”, nicht Werk irdischen Gestaltungsdranges! Bis zu meinen Tagen sind unter allen Völkern der Erde noch keine zehn Erdenmenschen im zeitlichen Dasein gewesen, die sprachliche Identität ihres eigenen ewigen Seins mit irdischem Empfindungsgute herzustellen vermochten. Wer es konnte, der durfte freilich jederzeit mit allem Rechte sagen: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine WORTE werden nicht vergehen!” —

(Aus: Mehr Licht , PDF Seite 4, 5)


Also:

WAS DIE SO WENIGEN, MIR IM GEISTE VEREINTEN,
ABER DURCH BLUTÜBERTRAGENES
DENKEN
URALTER FORM VERPFLICHTETEN,
MEINER BRÜDER,
HEUTE NOCH SO VERBORGEN
HALTEN,
DASS SIE NUR HART UND VIELFACH
GESCHULTEN
NACH LANGER PRÜFUNG
SPARSAMEN EINBLICK GEWÄHREN,
DAS DURFTE ICH ALLEN MENSCHEN
OFFENBAREN,
DIE MEINE WORTE ERFASSEN.
ALLE BEDENKEN WURDEN ENTKRÄFTET,
DIE SOLCHE KÜNDUNG AUFHALTEN
WOLLTEN,
BLEIBT DOCH VERHÜLLT AUCH DAS
OFFENBARE,
ALLEN, DIE SELBST NOCH NICHT
SEHEN KÖNNEN.
WISSEND ABER MIED ICH WESTLICHE
WEISE:
„WIRKLICHKEIT” DAS NUR ZU NENNEN,
WAS DAS GEHIRN DAFÜR HÄLT. DENN ICH BIN EINGEFÜGT EWIGER ORDNUNG
UND BEFOLGE GESETZE
ÜBERZEITLICHER ART.

(Aus: Das Buch der königlichen Kunst PDF Seite, 170, 171)


Die Schriftenreihe, in der dieses Lehrwerk nun endgültig vorliegt, wird allerdings für jeden meiner Mitmenschen der Anderes, als sein Ewiges finden will, ein „Hortus conclusus”: — ein ihm verschlossener, streng umhüteter Garten bleiben, auch wenn die schmale Pforte, die des Gartens Zugang bildet, weit vor ihm geöffnet ist. Es liegt mir nichts ferner, als dem Unerbetenen Einlaß zu erwirken, und einzuführen, was draußen bleiben muß! Um so lieber aber sende ich allen meine Segenswünsche zu, die ihr Irdisches unbesorgt dort lassen, wo es hingehört, und in meinem Lehrwerk nur ihr Ewiges suchen! Ich gebe keine systematisierte Anweisung, sondern lebendige Lehre! In den zweiunddreißig Einzelschriften, die ebensoviele Abschnitte meines geistigen Lehrwerkes bilden, ist alles enthalten, was der Erdenmensch vom Ewigen und von den Beziehungen wissen muß, die ihn selbst mit dem Ewigen verbinden, wenn er Wert darauf legt, in sich den Zugang zum Ewigen zu finden und dereinst zum Erleben des Ewigen fähig zu werden.

(Aus: Hortus Conclusus, PDF Seite 186, 187)


Auch die Lehre wird gegenstandslos, sobald man das Ziel erreichte, denn nun ist alles, was sie erst in Worten nahebringen musste, ewige Gegenwart und jederzeit bewusst. Der erahnte und so sehr ersehnte Lebens–Inhalt ist für immer gefunden! –

(Aus: Auferstehung, PDF Seite 35)

Bô Yin Râ über den (fortgeschrittenen) Jünger.

Sie sagen mir, daß Sie im „Buch vom lebendigen Gott” vieles finden, das Ihnen lange schon als eigenes Besitztum der Seele gelte, obwohl Sie nicht dazu gelangt seien, dem von Ihnen seelisch Empfundenen auch selbst „in Worten Ausdruck” schaffen zu können.

Aus: Briefe an Einen und Viele, PDF Seite 13)


Der Weg den ich zu künden komme, läßt den Suchenden der ihm vertraut, das Land der Wirklichkeit erreichen, ohne seinen Blick durch jene Mauern einzuengen, die ein furchtgeborener Glaube angstumschnürter Herzen zu errichten wußte... Wer immer diesen Weg betritt, wird in sich selber sichere Führung finden, so er nur selbst sich solcher Führung würdig macht durch eine Willenswandlung, die da alle seine Seelenkräfte einigt in unwandelbarem Streben nach dem höchsten Ziele. –

(Aus: Kultmagie und Mythos, PDF Seite 16)


Der „Weg” ist in dir selbst, – in deinem eigenen „Ich”!
Dies ist der Weg, der dich allein zu deinem höchsten Ziele führt: – zum „Erwachen” in der Geisteswelt!

Aus: Das Buch vom lebendigen Gott, PDF Seite 83)


Nur wer ohne Unterlaß daran arbeitet, sich dem Nebel trüber Dämmerdünste zu entreißen, in dem ihn verschwommene Begriffe vom Geistigen umherirren lassen, der kann dereinst zu der Klarheit geistigen Lichtes kommen, die uns Lebensodem ist.–

(Aus: Das Buch vom Jenseits, PDF Seite 100)


Nicht von außen her und als Erweiterung des Wahrnehmungsbereiches Ihrer physischen Sinne, werden sich Ihnen die geistigen Welten erschließen!
In Ihrem allerinnersten Innern sollen Sie durch geistige Kraftübertragung gewandelt werden, bis Sie – falls es Ihr physischer Organismus erlaubt – bei wachen irdischen Sinnen fähig sind, sich, wie einer der Weisesten Ihres Glaubens sagt: zu dem siebenten der Himmel zu erheben!!

(Aus: Das Geheimnis, PDF Seite 116)


Dann wird der Suchende erfahren, daß die tausend „Fragen” die er vergeblich sich schon am ersten Anfang seines Weges stellte, erst am Ziele dieses Weges ihre absolut befriedigende Antwort erhalten können. –

(Aus: Das Buch vom Jenseits, PDF Seite 100)


Nun aber, – nachdem dein Gott in dir „geboren” wurde, und du in ihm, – wird sich dein geistiger Berater, in Vereinigung mit deines Gottes Stimme und mit dir, nur in dem höchsten Leben seines Geistes offenbaren.

Du wirst ihn völlig identisch mit dir
glauben, solange er bei dir ist.…

Er wird dich nicht mehr lehrend führen, sondern sich selbst dir eröffnen, und du wirst selbst aus seinem Schatze inneren Lebens nehmen, was dir noch fehlt. – –

Du siehst vor dir eine Ewigkeit, deren tiefste Tiefen immer Tieferes erahnen lassen, und weißt, daß du, mit deinem Gott vereinigt, durch die tiefsten ihrer
Wunder ewig weiterschreiten wirst.

Aus: Das Buch vom lebendigen Gott, PDF Seite 82)


 

Bô Yin Râ über die „Suche nach Gott“.

Nichts ist weniger vonnöten, als das „Suchen nach Gott”!

Aber suche in dir den Weg zu finden, auf dem dir Gott entgegenkommen kann!

Suche dann alles in dir zu bereiten, damit dein Gott sich dir vereinen kann!

Siehe, der Wille des ewigen, allumfassenden Geistes „will” dich und „lebt” in dir, auf daß er einst in dir sich selbst als dein Gott „gebären” könne! –

„Advent”, – die Zeit der Vorbereitung, – sei hinfort in deiner Seele, denn siehe: du bist „Bethlehem”, und in dir soll dein König erscheinen, der dich erlösen kann, – – der allein dich er-lösen kann! – – –

(Aus: Das Buch vom lebendigen Gott, PDF Seite 110)




Bô Yin Râ über den Glauben an Gott.

Ich will nicht die Frage erheben: ob es dem Menschen dieser Erde «nötig» sei, an «Gott» zu glauben?…
Ich will die Frage erheben: wie es möglich werden könne, dass da ein Erdenmensch behaupte, er glaube an GOTT!?!

(Aus: Der Weg zu Gott, PDF Seite: 5)




Bô Yin Râ über den Jünger.

Wer mir „Schüler” im Geistigen sein will, der ist es keineswegs schon, weil er so denkt, wie er mich denken findet oder zu finden glaubt, — sondern wird es erst dann, wenn sein tätiges Leben sich derart umgestaltet, wie die Ratschläge meiner Bücher das nahelegen!

Kann er sich dann eines Tages sagen, daß diese Bücher ihm zum Anlaß wurden, ein neues, von innerer Gewißheit und früher ungekannter Tätigkeitsfreude erfülltes Leben zu beginnen, und daß er nicht mehr ohne die Lehren und Anregungen, die ich für ihn niederschrieb, leben möchte, — dann hat er meine Bücher gebraucht, „wie sie gebraucht sein wollen”!

(Aus: Der Weg meiner Schüler, PDF Seite 182, 183)




Einige autobiographische Notizen über das ewige Leben Bô Yin Râs.

Du wirst gewisslich niemals zu gewissem «Wissen» kommen, wenn vordem dir die Kraft des Glaubens nicht den Weg erleuchtet hat! – – –
Siehe, auch ich war einst auf Irrtumswegen, als ich mich selbst noch nicht kannte! –
Auch ich war meines Wähnens Sklave, bevor mich jene fanden, zu denen ich gehörte, lange vor der Zeit, da ich in einem Körper dieser Erde erstmals mich als dieser Erde Sohn erlebte! – – –
Wohl darf ich davon Kunde bringen, was Gewissheit schafft, da ich in mir selbst vordem erleben musste, was der Wahn vermag! – –
Die meinen Worten folgen, werden sichere Führung finden!
Des Weges ward ich wahrlich kundig, der zum Ziele führt, und selbst ward ich zum «Wege» ehedem, bevor man mir den Auftrag gab, auch Anderen den Weg zu zeigen! – – –
Im ewig leuchtenden Lichte ward ich meiner selbst bewusst, und dann erst ward mir die Pflicht, auch allen die im Dunkel sitzen, Licht zu bringen! – – –
Dann erst wurde mir geboten, alle, die mein Wort erreichen könne, zu erwecken aus dem Traum der Finsternis! – – – – –

(Aus: Der Weg zu Gott, PDF Seite: 19, 20)




Bô Yin Râ über die Einfachheit des Göttlichen.

Alles Göttliche ist kinderfaßlich einfach,
Obwohl es in sich selbst unendlichfältig,
Und klarer Form entwöhnten Augen
Kaum in seiner Einfachheit erkennbar ist.

Je weiter fort von Göttlichem
Die Denker samt den Dichtern
sich begeben,
Desto verzwickter und verkröpfungsreicher
Deuten sie das Leben.

Solange wir nicht, wie die Kinder,
Auch die komplizierten Dinge
In uns selber wieder einfach sehen,
Wird alles Denken,
Alles Deuten,
Falsche Wege gehen!

(Aus: Ewige Wirklichkeit, PDF Seite 29)



Bô Yin Râ über die Standardübersetzung©.

Leicht könnten jedoch die gleichen Dinge auch in völlig anderer lokaler Redeweise vorgebracht werden, ohne irgendwie an Wahrheit zu verlieren.

Gefährlich ist nur „Übersetzung” durch Unberufene.–

Aus: Das Buch vom lebendigen Gott, PDF Seite 43)



Bekenntnis.

Mich selber zu mir selber
Zu bekennen: –
Hier mit mir Lebenden zu sagen,
Daß ich anders bin als sie: –
Zu sagen, daß ich bin
Was ich nun einmal bin
Seit Ewigkeiten,
Und aus dem Ewigen zu zeugen
Für des Menschen Ewigkeit, –
Vermochte ich erst dann,
Als ich, gedrungen,
Den Widerspruch des Irdischen
In mir bezwungen.

Nachdem ich harte Jahre
Mit mir selbst gerungen,
Ist endlich Überwindung
Mir gelungen,
Und mußte mir gelingen,
Sollte ich mein Werk vollenden,
Noch ehe es der Zeit gelang,
Mein Irdisches zu enden.

(Aus: Leben im Licht, PDF Seite 4)



Bô Yin Râ über seine Bücher.

Diese Bücher lassen sich nicht „auslesen”, weil ihr Inhalt allen überhaupt möglichen Konstellationen seelischen Bewußtwerdens Darstellung gibt, und weil jedes erneute Lesen den Leserin einer anderen seelischen Aufnahmefähigkeit findet.

(Aus: Briefe an Einen und Viele, PDF Seite 19)



Bô Yin Râ über den Sucher und seinen Führer.


Soll das Licht aus dem Wort die Herzen der Menschen erreichen, so muß es zu vor die Farbe der Erde zeigen.
Wir sind nicht das Licht, sondern des Urlichtes Leuchtende!
In uns wird dem Lichte der Ewigkeit die Farbe der Erde!

Vertraue dem Leuchtenden, der dir zum geistigen Führer wird in dir selbst, aber liebe in ihm allein das Licht, das – ihn durchflutend – sich dir nahen will.

Befreie deine Seele von jedem Bilde sterblicher Formen, wenn du das Licht durch ihn empfangen willst!

(Aus: Das Buch der königlichen Kunst, PDF Seite 35, 36)
(Johnnes 1:1 and 1:4)



Bô Yin Râ über den Sucher und den Weg.

Du bist müde geworden vom vielen Suchen, und nun bist du des Suchens selber müde! —

Da nirgends zu finden war, was du suchtest, willst allem Suchen du hinfort entsagen! —

(Aus: Der Sinn des Daseins, PDF Seite 4)

 

Man hatte dir Wege gewiesen, die man selbst niemals gegangen war!
Man hatte dir verheißen, was man selber nicht gefunden hatte!
Man schickte dich auf Pfade aus, die man selber längst verlassen mußte!

(Aus: Der Sinn des Daseins, PDF Seite 5)

 

Und dennoch ist ihm der Weg zum Erlebnis keinesfalls verschlossen .
Es ist ein anderer Weg bereitet worden, der über den Schutt der Tempeltrümmer hinweg ins Innerste des heiligen Landes der Seele führt...

In mancherlei Lehre habe ich diesen Weg beschrieben.
Ich setzte Wegmarken für alle die ihn finden wollen.
Die diesen Weg beschritten haben, erfahren mehr und mehr, daß sie dem Ziele näher kommen, und viele sind des Zieles schon innegeworden.

(Aus: Kultmagie und Mythos, PDF Seite 47)


Nach mir hast du gerufen, ohne mich zu
kennen! — —
Mein Wort erreicht dich, ohne daß ich von dir
weiß! — —
Noch kannst du auch nicht wissen, wer in diesen Worten zu dir redet, und ich verarge es dir wahrlich nicht.

(Aus: Der Sinn des Daseins, PDF Seite 12)


Einem Verirrten bist du gleich, der irgendwo in dunkler Nacht den Ruf des Wegekundigen hört und ihm zuerst erschreckt mißtraut, voll Furcht und Argwohn, da an gleicher Stätte mancher Raub und Mord geschah…

Doch siehe: — ich erwarte ja nichts anderes von dir, als daß du, stetig deines Weges achtend, der Leuchte folgst, die ich vor dir entzünde!
Ich trage sie voran, so daß du selbst gar leicht gewahren kannst, wohin ich dich führe. —

Schon nach den ersten Schritten wirst
du entdecken, daß dir auf meinem Wege
nie der Trug begegnen kann!

(Aus: Der Sinn des Daseins, PDF Seite 13,14)


Wer immer aber diesen Weg durchwandelt, wird von Erkenntnis zu Erkenntnis in sich selber schreiten, bis er, am Ziele angelangt, sich selbst erkennt und in sich selbst das Heiligtum gewahrt, in dem die Gottheit wirkend sich bezeugt als sein lebendiger Gott. –

(Aus: Kultmagie und Mythos, PDF Seite 48)


Das „Durchschreiten” des Weges, der in den Geist gelangen läßt, ist ein „Schreiten” in der äußeren Zeit, aber im eigenen inneren, geistigen Raum!

So ist auch das Ziel zwar in der äußeren Zeit, jedoch nur im inneren, geistigen Raum zu finden. —

Darum nutzt es nichts, nach außenhin zu suchen, und es ist verkehrt, zu glauben, daß sich das Ziel an einem Orte leichter erlangen lasse, als an einem anderen.

Obwohl der Suchende sein Ziel nur im eigenen inneren, geistigen Raum finden wird, kann er doch im gleichen inneren Raum noch unendlich fern von seinem Ziele sein. —

Er muß die äußere Zeit „erwandern”, die ihn Tag um Tag näher an den Tag der Erlangung bringt.

Es sind erfühlbare Zustände des Empfindungsvermögens, die sich da aneinander reihen.

Jeder folgende ist durch den zu Bewußtsein gelangten vorhergehenden bedingt, und keiner kann etwa „übersprungen” oder erlassen werden!

(Aus: Der Weg meiner Schüler, PDF Seite 55, 56, 57)


In diesem, deinem Erdendasein schon kannst du dein «ewiges Leben» finden, wie es dir alle wahren Weisen immerdar verheißen haben, da sie selbst es in sich selbst gefunden hatten, — und wahrlich: — deine Freude an des Erdenlebens zeitlicher Beglückung wird alsdann erst ohne Reue
sein! — — —

(Aus: Der Sinn des Daseins, PDF Seite 46)

 

Bô Yin Râ über das Christentum.

Die uralte Weisheitslehre, deren Künder in unseren Tagen zu sein, ich verpflichtet bin, steht in keinerlei Gegensatz zu dem ewigen Wesenskern des Christentums, so gegensätzlich dem oberflächlichen Blick auch manches in dieser durch mich vertretenen Lehre fürs erste erscheinen mag.

Wer begriffen hat, aus welcher Quelle diese Lehre stammt, dem muß schon der bloße Gedanke absurd erscheinen, daß hier ein Gegensatz obwalten könnte.

(Aus: Mehr Licht , PDF Seite 218)

 

Bô Yin Râ über den Namen…

Aber dieser „Name” ist nicht ein Wort aus irgendeiner Sprache, das nur auf eine geheimnisvolle Weise betont werden muß, sondern eben jene erhabene Kraft, die der Meister der EvangeHen den „G1auben” nennt, und des „Namens” geheimnisvolle „Aussprache” ist die Kunst aller Künste: – die Kunst, diesen „Namen” in sich zu erleben. –

Alle „Übungen” dieser wahren Magie zielen einzig darauf hin, den Glauben in sich erleben zu lernen und wollen nicht etwa „okkulte Künste” lehren, wollen nicht angebliche „Hellseher” oder Fakire bilden.

Wie versteht man doch das Wort vom „G1auben” falsch, wenn man annimmt, dieser hier geforderte Umschwung, der den Menschen fähig machen soll, im „Glauben” zu leben, sei eine „Meinungsänderung”, beziehe sich auf das im Vulgärsinn „gläubige” oder „ungläubige” Verhalten irgendwelchen Berichten „heiliger” Bücher gegenüber, – sei bestimmt durch Ablehnung oder Zustimmung in bezug auf gewisse Behauptungen religiöser Lehrer! – –

Wenn der „selig” wird, der da ,,glaubt”, so wird er es wahrlich nicht, weil er irgendeine metaphysische Lehre für richtig hält, sondern weil er die Kunst erworben hat, die Kraft zu gebrauchen, von der hier. die Rede ist, weil er aus dem „Glauben”, aus der Kraft des „Namens” lebt, der das Wort ist, das „bei Gott” und das da „Gott” ist!

Man „glaubt” in rechter Weise, weil man den „Glauben” hat, wie man lebt, weil man das Leben hat.

(Aus: Das Mysterium von Golgatha, PDF Seite 108, 109, 110)



Bô Yin Râ über das Buch Welten.

Es gibt keine Kraft in den unendlichen kosmischen «Räumen», die nicht zugleich als Ton und Zeichen ihre Art dir offenbaren könnte.
Hier aber, wo alle Sinne in einem Sinn verschmolzen sind, vernimmst du auch Ton und Zeichen in einer Wahrnehmung.
Erkenne hier Form und Farbe, – und Fühlen, Geschmack, Geruch und Ton wird alsogleich in dir lebendig sein! – – –
Da auch du selbst durch die gleichen Kräfte, die du hier wahrnimmst, gestaltet bist, so muß sich in dir für alles, was sich dir zeigt, eine innere Antwort finden.
Du darfst in das, was du hier siehst, nichts «hinein-legen» wollen, sondern mußt in völliger Ruhe und Sammlung verharren, bis aus dir selbst die Antwort kommt!
Ist dir die Antwort geworden, so zögere nicht, sie anzunehmen, doch wisse, daß hier jeder seine eigene Antwort empfängt, und daß es dich um dein Bestes bringen würde, wolltest du nun auf andere warten, um deine Antwort mit den Antworten jener etwa zu vergleichen!

(Aus: Welten, PDF Seite 34)





The Hortus Conclusus includes:

Das Buch der königlichen Kunst
Das Buch vom lebendigen Gott
Das Buch vom Jenseits
Das Buch vom Menschen
Das Buch vom Gluck
Der Weg zu Gott
Das Buch der Liebe
Das Buch des Trostes
Das Buch der Gespräche
Das Geheimnis
Die Weisheit des Johannes
Wegweiser
Das Gespenst der Freiheit
Der Weg meiner Schüler
Das Mysterium von Golgatha
Kultmagie und Mythos
Der Sinn des Daseins
Mehr Licht
Das Hohe Ziel
Auferstehung
Welten
Psalmen
Die Ehe
Das Gebet
Geist und Form
Funken Mantra-Praxis
Worte des Lebens
Uber dem Alltag
Ewige Wirklichkeit
Leben im Licht
Briefe an Einen und Viele
Hortus Conclusus